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Die Versionen des HyperNietzsche

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Die erste, einzigartige, unnachahmliche, die am Beginn des ganzen Abenteuers steht, aber nie das Licht des Internet erblickt hat. Diese Ureine des HyperNietzsche bestand – natürlich – aus zwei Teilen, aus einer Maquette und der Datenbank.

Die Maquette war ein Prototyp in statischem HTML, gebastelt von Paolo D'Iorio und gezeigt bei allen offiziellen Vorstellungen des Projektes, angefangen von jenem prähistorischen Ereignis an der Scuola Normale Superiore in Pisa im Jahr 1996, und bei jeder Gelegenheit um eine neue Seite oder ein neues technisches Problem erweitert.

Die Datenbank hatte eine solide technische Architektur, entwickelt von Jean-Vincent Loddo, der die schwierige Aufgabe hatte, hinter den verworrenen Forschungspraktiken der Nietzsche-Forscher und ihren vielgestaltigen und ungenau definierten Forschungsobjekten eine logische Struktur zu finden. Die Datenbank ist in zweierlei Form überliefert: als großes, gelbes Blatt Papier, in monatelangen wöchentlichen Sitzungen von Jean-Vincent und Paolo gefüllt (mit wenig Bleistift und viel Radiergummi) mit dem Schema aller Tabellen und ihren logischen Verknüpfungen, und als eine Gesamtheit von Textdateien, die SQL-, HTML-, PHP- und Javascript-Code enthalten. Sie ist und bleibt die Grundlage aller weiteren Entwicklungen, und jede neue Version des HyperNietzsche ist nichts anderes als eine Wiedergeburt der verschiedenen Teile der 0.0.

0.0 hat eine ganze Zeit im Intranet funktioniert. Wir haben Daten eingefügt (sogar die kontextuelle Erfassung von Beiträgen in ihren Beziehungen zu den Materialien, die kontextuelle Übersetzung von Menüleisten und andere kleine Wunderwerke funktionierten), sie getestet, sie von MySQL in PostgreSQL übertragen. Wir wollten sie im Oktober 2000 sogar eröffnen, anläßlich des europäischen Dreiländerkolloquiums Un bon Européen à Cosmopolis, dann im März 2001, dann im Mai 2001 während der Tagung Un esprit libre sur Internet, bei der Fondation des Treilles, dann am 15. Oktober 2001 zum Geburtstag Nietzsches (siehe Festina Lente)... Und dann sind wir von der Kathedrale zum Basar übergegangen, haben auf die Offenbarung in Schönheit und Vollständigkeit verzichtet und die Version 0.1 eröffnet.


Die Version 0.1., genannt Limited Version, eröffnet am 23. Dezember 2001 bot nur die Lektüre von sechs wenig bekannten Aufsätzen Mazzino Montinaris (siehe HyperNietzsche Lesen). Sie hatte eine neue Benutzeroberfläche im Acqua-Stil – Acqua auf italienisch, mit c, denn von Salvatore Viola mit einigen Hinweisen von Paolo D'Iorio entwickelt – und einige grundlegenden Funktionen: Anzeigen der Aufsätze in HTML oder als digitalisiertes Faksimile, Vergrößerungen, Ausdruck. Der SQL- und PHP-Code wurde von Jean-François Antoniotti geschrieben, der gerade zur Forschungsgruppe gekommen war. Erstmalig haben wir die Idee von Siglen verwirklicht, die präzisiert und systematisiert, was wir schon in 0.0 vermuteten und damals als "Phantome" bezeichnet haben.

Die Version 0.2, genannt Open Access (siehe Open Access), erlaubt das Erfassen, Bewerten und Veröffentlichen von Aufsätzen. Das Design bleibt Salvatores Acqua, der Code ist eine gelungene Arbeit von Jean-François, wenn es auch im Vergleich zu 0.0 ein wenig nach forking riecht. Wesentlich ist, daß das System nun funktioniert, denn wenn auch die hypertextuelle Kontextualisierung noch nicht aktiviert ist, so steht der Forschergemeinschaft doch jetzt eine neue Möglichkeit der Veröffentlichung zur Verfügung. Sie kann beginnen, mit HyperNietzsche zu arbeiten.