HyperNietzsche
ist ein Forschungshypertext, weil er den Forschern ermöglicht, im
Internet die digitalisierten Faksimiles der Werke, Manuskripte, der persönlichen
Bibliothek und aller anderen Dokumente Nietzsches zu konsultieren. Er bietet
die Struktur eines virtuellen Archivs und Laboratoriums, in dem die Forscher
direkten Zugang zu den Primärquellen ihrer Arbeit haben.
HyperNietzsche ist ein Editionshypertext, weil er neben den Primärquellen auch philologische Kommentare und kritische Aufsätze beinhalten und die Gesamtheit dieser Dokumente mit einem systematischen und strukturierten Netz von Verweisen überziehen wird. Er erfüllt so gleichzeitig die Aufgaben eines nicht-kommerziellen Universitätsverlages und einer öffentlichen Bibliothek, mit dem Vorteil freilich, die Publikation und weltweite Verbreitung jeglicher Art von Beitrag zu sehr niedrigen Kosten zu gestatten. Das computertechnische System erlaubt darüber hinaus, die Verweise auf Texte und Sekundärliteratur, die in jedem wissenschaftlichen Text vorhanden sind, unmittelbar in Hyperlinks umzuwandeln und die zitierten Dokumente damit sofort zugänglich zu machen. HyperNietzsche wird so der ideale Publikationsort für Beiträge aller Art sein: Transkriptionen, Editionen, Übersetzungen, genetische Darstellungen, philologische und philosophische Kommentare, kurze Anmerkungen und lange Ausführungen, usw.
So wird der Hypertext ein Kommunikationsmittel zwischen Forschern, das wesentlich schneller und leistungsfähiger als Bücher und Zeitschriften und wesentlich systematischer und wirkungsvoller als private Korrespondenzen und elektronische Diskussionslisten operiert.