Frequently Asked Questions

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I. HyperNietzsche
II. Wie veröffentlicht man einen Beitrag im HyperNietzsche?
III. Die rechtliche Struktur des HyperNietzsche



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I. HyperNietzsche


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Was ist HyperNietzsche?

HyperNietzsche ist das Modell eines Forschungshypertextes, das einer dezentralen Forschergemeinschaft ermöglicht, kooperativ zu arbeiten und die Ergebnisse dieser Arbeit weltweit im Internet zu veröffentlichen.

 



 

 

Ist HyperNietzsche eine elektronische Zeitschrift?

Nein. Eine Zeitschrift veröffentlicht im wesentlichen neue Aufsätze, während unser Hypertext offen ist für alle Arten von Beiträgen – für ganze Bücher ebenso wie für wenige Zeilen umfassende Kommentare und für komplizierte ultradiplomatische Transkriptionen.

Außerdem veröffentlichen wir nicht nur die allerletzten Neuigkeiten, sondern jeden wissenschaftlich interessanten Beitrag. Und schließlich bietet HyperNietzsche neben den Beiträgen aus der Sekundärliteratur den Zugang zu den Primärquellen, den Texten, Manuskripten und biographischen Dokumenten.

Eine Zeitschrift ist per definitionem charakterisiert durch eine Periodizität, eine Einteilung in "Hefte", einen Verleger und ein meist vom Verleger ernanntes wissenschaftliches Komitee. HyperNietzsche kennt weder Periodizität und Hefte, noch Verleger und unser wissenschaftliches Komitee wird von der Gemeinschaft der Nietzsche-Forscher gewählt.




 

 

Ist HyperNietzsche eine elektronische Edition?

Nein, aber eine Forschungs- und Editionsinfrastruktur, die dazu dienen kann, eine oder mehrere elektronische Editionen zu erarbeiten, zu veröffentlichen, miteinander und mit den Aufsätzen zu konfrontieren.

Die Forschungsgruppe, die den HyperNietzsche entwickelt, hat sich die Aufgabe gestellt, neben dem hypertextuellen System auch eine Pilotedition zu erarbeiten, die die Gesamtheit der Texte und Manuskripte Nietzsches aus der Zeit der Philosophie des Freigeistes (1876-1881) umfaßt. Diese Pilotedition soll beispielhaft die neuen Editionsmöglichkeiten vorführen, die unser Forschungshypertext bietet



 

Was ist eigentlich ein Hypertext?

Das – zu oft verwendete – Wort Hypertext, erfunden von Ted Nelson, bezeichnet einfach ein Ensemble digitaler Dokumente, die durch mehr oder minder strukturierte Verknüpfungen miteinander verbunden sind und über eine Benutzeroberfläche verfügen. Je mehr die Verknüpfungen strukturiert sind, um so mehr nähert man sich einer Datenbank an. Je weniger die Verknüpfungen strukturiert sind, um so mehr nähert man sich dem Chaos an.

Was HyperNietzsche betrifft, so sprechen wir von Hypertext oder Hypermedium, um zu unterstreichen, daß sein Website nicht nach dem inzwischen klassischen Suchverfahren durch Textindexierung konstruiert ist. Er verfügt vielmehr über eine Benutzeroberfläche, die zwei Möglichkeiten der Informationsstrukturierung nutzt, wie sie sich schon in unserem Forschungsobjekt finden:

1) die physische und logische Struktur der Studienobjekte, d.h. die Einteilung der von Nietzsche veröffentlichten Werke und die Einordnung der handschriftlichen Materialien in den Archiven. Diese Strukturen dürften jedem Nietzsche-Forscher vertraut sein.

2) die intertextuellen Referenzen in den Artikeln der Forscher, die durch HyperNietzsche in ein Netz von Hyperlinks umgewandelt werden, das sowohl die Beiträge untereinander als auch die Beiträge mit den Materialien verbindet.

Diese beiden Komponenten vereinen sich und ergänzen einander im Prinzip der dynamischen Kontextualisierung.



 

Worin besteht das Prinzip der dynamischen Kontextualisierung?

Dieses Prinzip – einer der originellsten Aspekte des HyperNietzsche – stellt dem Benutzer, wenn er sich im Hypertext von einer Seite zur nächsten bewegt, immer exakt die Dokumente zur Verfügung, die die gerade aufgerufene Seite betreffen.

Wenn der Benutzer beispielsweise eine Manuskriptseite aufruft, stellt ihm das System unmittelbar, ohne weitere Suchaktionen, alle Transkriptionen und alle Übersetzungen der Seite, alle genetischen Wege, die die Seite betreffen, und alle Aufsätze, die sich mit dieser Seite befassen, zur Verfügung.

Wählt der Benutzer einen Aufsatz aus, zeigt ihm die Kontextualisierungsmaske die Liste aller Texte und Manuskripte Nietzsches, die der Autor zitiert, sowie die Liste aller anderen Beiträge, die der Aufsatz zitiert oder die den Aufsatz zitieren.



 

Mit Hilfe des HyperNietzsche werde ich also Zugang haben zu allen Texten und Manuskripten Nietzsches und zu der gesamten Sekundärliteratur?

Sie werden Zugang haben zu allen Dokumenten, die die Archive uns zur Verfügung stellen. Sie werden Zugang haben zu der Sekundärliteratur, die die Nietzsche-Forscher uns zuschicken. Nach unserer Philosophie des Open Source ist der Beitrag zum HyperNietzsche frei, unentgeltlich und der Bewertung durch das wissenschaftliche Komitee unterworfen.



 

Welcher Autor sollte so dumm sein, seine Arbeiten kostenlos im HyperNietzsche zu veröffentlichen, wenn er sich anderswo, bei einer Veröffentlichung auf Papier, seine Urheberrechte bezahlen lassen kann?

Wir empfehlen allen Autoren, die es können und wollen, auf das Wärmste, ihre Arbeiten in Buchform herauszubringen und sich dafür bezahlen zu lassen. HyperNietzsche versteht sich als ein zusätzliches Publikationsmedium und –instrument, das bestehende Medien begleitet, nicht ersetzt.

Unseres Wissens aber ist es schwierig, mit wissenschaftlichen Büchern über Nietzsche Geld zu verdienen. Das Gegenteil ist eher der Fall: Um publizieren zu können, sehen sich die Forscher häufig gezwungen, einen Teil der Druckkosten zu übernehmen, um schließlich ihre Texte in 300 Exemplaren gedruckt und kaum verbreitet zu sehen.

HyperNietzsche verlangt keine Übernahme der Publikationskosten, sichert aber, dank dem wissenschaftlichen Komitee, eine strenge und anspruchsvolle Qualitätskontrolle und, dank dem kostenlosen Zugang über Internet, eine weltweite Verbreitung. In der Forschung sind Verbreitung und Prestige ein symbolisches Kapital, das nicht selten höher geschätzt wird als die mageren Einkünfte aus Urheberrechten. Ein Artikel, der mit zwei Klicks zugänglich ist, wird in jedem Falle intensiver gelesen, diskutiert und zitiert werden, als ein teurer und unzugänglicher Wälzer, vergessen und begraben in einer universitären Veröffentlichung oder einem kleinen Provinzverlag.

Um das Problem des wissenschaftlichen Verlagswesens wirklich zu verstehen, empfehlen wir die Lektüre von Jean-Claude Guédons Artikel In Oldenburg’s Long Shadow: Librarians, Research Scientists, Publishers, and the Control of Scientific Publishing.



 

 

Warum sollten die Archive Ihnen die Digitalisierungen ihrer Schätze anvertrauen, damit sie kostenlos ins Internet gestellt werden?

Das eine oder andere private Archiv wird es sicher interessant finden, seine Bestände durch eine Veröffentlichung in einem Autorenhypertext aufzuwerten. Die Bestände werden so bekannt gemacht und intensiver erforscht, was den Wert der Originale nur steigern kann.

Was die öffentlichen Archive betrifft, so sind die Konservierung und die Verbreitung ihrer Bestände grundlegende Bestandteile ihrer satzungsgemäßen Mission. Ein System wie HyperNietzsche erlaubt gleichermaßen maximale Konservierung (weil die Forscher seltener auf die Originale zurückgreifen müssen) und maximale Verbreitung (dank Internet und dynamischer Kontextualisierung, die die Manuskripte direkt mit der Sekundärliteratur verknüpft).

Ein solches System bietet dem Steuerzahler, der das Überleben der Archive sichert, vollständigen und direkten Zugang zu öffentlichen Archivbeständen. Außerdem gestattet es Forschern in benachteiligten Ländern, die nicht die Mittel haben, sich in den Archiven anhand der Originale von der Gültigkeit ihrer Hypothesen überzeugen zu können, gleichberechtigt mit ihren an Finanzierungsmöglichkeiten reicher gesegneten Kollegen arbeiten zu können.



 

 

Ist HyperNietzsche ein Digitalisierungsprojekt?

Nein. Aber er bietet ein System der Organisation von Informationen, in dem sich digitalisierte Texte, Manuskripte und philosophische Aufsätze durch eine Benutzeroberfläche und ein kohärentes System von Verknüpfungen zwischen Primärquellen und Sekundärliteratur gegenseitig ergänzen können.



 

 

Welche Referenzedition haben Sie verwendet?

Wir haben keine Referenzedition, weil es gerade die Aufgabe des HyperNietzsche ist, alle Editionen, die vom wissenschaftlichen Komitee positiv bewertet wurden, aufnehmen zu können. Damit sind wir offen für unterschiedliche Editionskriterien und technische Lösungen. Die definitive Edition wird es nie geben. Wir stellen ein Instrument zur Verfügung, das die umfassendste und freieste Verbreitung der Forschungsergebnisse (auf dem Gebiet der Edition, des Kommentars und der philosophischen Analyse) und ihre Konfrontation garantiert. Das soll nicht heißen, daß wir die KGW für überholt oder fehlerhaft halten. Wenn sie nur gemeinfrei wäre oder Adelphi, Gallimard, de Gruyter etc. daran interessiert wären, sie frei zu veröffentlichen, wäre die KGW die erste Edition, die wir gern in unserem Hypertext veröffentlichen würden. Im allgemeinen aber geht es bei HyperNietzsche eher um die Publikationen der Zukunft als um die Digitalisierung der Vergangenheit.



 

 

Wann wird HyperNietzsche komplett sein?

Nie. HyperNietzsche als hypertextuelles System befindet sich gegenwärtig in der Version 0.2, die das Erfassen, die Bewertung, die Publikation und die Lektüre von Aufsätzen erlaubt. Wir nehmen an, daß es noch bis zu zwei Jahren dauern wird, bis nach und nach alle Teile des Hypertextes eröffnet sind.

HyperNietzsche als Ensemble von Texten von und über Nietzsche jedoch wird niemals vollständig sein. Ebenso wie eine große öffentliche Bibliothek mit virtuellen Mauern niemals vollständig sein kann, solange es Leute gibt, die Lust haben zu lesen und zu schreiben, und solange der Staat Geld hat, seine Kultur zu unterstützen.



 

 

Bleibt der Zugang zu HyperNietzsche kostenlos oder wird er eines Tages kostenpflichtig werden?

HyperNietzsche wird immer kostenlos sein. Wir hoffen, daß die Gemeinschaft der Nietzsche-Forscher immer die Mittel finden wird, das Überleben ihres Arbeitsinstrumentes zu gewährleisten. Wenn das aber nicht der Fall sein sollte, würde HyperNietzsche durch einen kostenpflichtigen Zugang nicht gerettet werden können. Im Gegenteil: ein kostenpflichtiger Zugang würde nur die Zahl der Zugriffe senken und damit den Einfluß des HyperNietzsche innerhalb der Forschung vermindern. Außerdem müßten in diesem Falle sowohl die rechtliche Struktur als auch die Philosophie des Open Source grundlegend verändert werden.



 

 

Worin besteht die Philosophie des Open Source?

Das Konzept des Open Source kommt aus dem Bereich der Informatik und ist der moderne Ausdruck für grundlegende Prinzipien wissenschaftlicher Methode und Praxis, wie sie sich seit dem 17. Jahrhundert entwickelt haben: Wissenschaft ist ein öffentliches Unternehmen, das sich nicht nach den Prinzipien des Geheimnisses, der Exklusivität und der Einschränkung entwickeln kann; Teilung und Verbreitung von Entdeckungen sind der sicherste Weg, Probleme zu lösen und Disziplinen voranzubringen.

Auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften bedeutet die Arbeit nach dem Prinzip Open Source einerseits, Zugang zu den digitalisierten Versionen der Forschungsgegenstände zu haben (Texte, Bilder, Töne, Filmsequenzen, Kunstobjekte, archäologische Funde, etc.), und andererseits, die Forschungsergebnisse im Internet zur Verfügung zu stellen. Im Januar 2002 hat die Association HyperNietzsche eine Tagung an der Ecole Normale Supérieure in Paris mitorganisiert zu L’Open Source dans les Sciences Humaines. Modèles ouverts de recherche et de publication sur Internet.



 

 

Wie gewährleisten Sie die sichere Speicherung der Veröffentlichungen?

HyperNietzsche ist Eigentum der Association HyperNietzsche, also aller Nietzsche-Spezialisten, die der Association beitreten und im HyperNietzsche veröffentlichen. Es liegt in ihrem Interesse und dem ihrer Forschungseinrichtungen, die Dauerhaftigkeit ihrer Arbeit, das Funktionieren des Servers und die regelmäßige Sicherung der Daten zu garantieren. Der Server befindet sich gegenwärtig an der Ecole normale supérieure in Paris in den Räumen des Institut des Textes et Manuscrits Modernes. Die Forschungsgruppe arbeitet gleichermaßen in Paris wie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Es ist vorgesehen, jedes Jahr eine CD-ROM (oder eine DVD-ROM) zu erstellen, die den aktuellen Arbeitsstand fixiert und eine Offline-Nutzung ermöglicht (und alle Funktionen für einen Online-Zugang enthält). Diese CD-ROM wird an alle wesentlichen Bibliotheken geschickt, die sie in ihren Beständen einfügen und ihren Lesern zur Verfügung stellen können. Sie wird sich, weil sie schon digitalisierte Dokumente enthält, in die Vorhaben der Bibliotheken problemlos einfügen, durch Digitalisierungsprojekte ihre Bestände zu sichern.

Die konsequenteste Antwort schließlich auf die Frage nach der Sicherung der Veröffentlichungen liegt in der Logik des Open Source. Die Möglichkeit der freien Vervielfältigung der Dokumente des HyperNietzsche ist die beste Garantie für eine sichere Aufbewahrung der Daten. Die Einschränkungen eines Copyright hingegen behindern die Vervielfältigung, begrenzen die Verbreitung und schaden so der Sicherung der Werke. Systeme wie LOCKSS (Lots Of Copies Keep Stuff Safe) bieten für wissenschaftliche Veröffentlichungen im Internet eine konkrete Anwendung unseres offenen Prinzips.



 

 

 

Wo kann ich eine vollständige Dokumentation zu Ihrem Projekt finden?

Eine kurze Beschreibung in sechs Sprachen und ein Pressedossier ist auf der Website des Projekts zu finden < http://www.hypernietzsche.org/doc/presentation/ > .

Eine detaillierte, aber veraltete Beschreibung gibt das Buch HyperNietzsche. Modèle d'un hypertexte savant sur Internet pour la recherche en sciences humaines. Questions philosophiques, problèmes juridiques, outils informatiques, herausgegeben von Paolo D’Iorio, Paris, Presses Universitaires de France, 2000, 200 S., 157 FF. Dieses Buch war übrigens das erste, das von den Presses Universitaires de France vollständig im Internet zugänglich gemacht wurde < http://www.hypernietzsche.org/doc/puf/ >.



 

Ist dieser Art von Hypertext nur auf Nietzsche anwendbar?

Nein. Wir testen das hypertextuelle System anhand des Werkes Friedrich Nietzsches. Anschließend wollen wir das System aber verallgemeinern und ein Open-Source-Programm schreiben, mit dem der Start eines Systems wie HyperNietzsche zu einem anderen Gegenstand (einem Autor, einem philosophischen Problem, einem Archivbestand o.ä.) vereinfacht werden soll.



 

 

Wenn Ihr System allgemein verbreitet wird, dann werden doch keine Bücher mehr gedruckt werden, oder?

Dem Buch sind noch viele schöne Tage beschieden, denn es eignet sich wie kein anderer Datenträger zur Lektüre. 400 Seiten Philosophie am Bildschirm lesen ist im Moment noch mühselig; 400 Seiten auszudrucken und einzubinden ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Die im HyperNietzsche veröffentlichten Dokumente können herkömmlichen Verlegern Material zu aktuellen und gehaltvollen Büchern liefern – natürlich unter Beachtung aller Rechte der Autoren –, deren Online-Verbreitung dem Verkauf im Buchhandel nicht schaden wird.

Eine andere Möglichkeit des HyperNietzsche besteht in print-on-demand-Angeboten, die ein Buch in einem einzigen Exemplar drucken, binden und liefern können. Bei diesem Buch kann es sich genauso gut um die Reproduktion eines langen Aufsatzes handeln, wie um eine Anthologie von Texten, Manuskriptfaksimiles und Aufsätzen, vom Leser selbst zu einem bestimmten Aspekt der Philosophie Nietzsches zusammengestellt.



 

 

Was halten die Verleger von Ihrem Projekt?

Das sollte man die Verleger fragen.



 

 

Wie sehen Sie die Beziehungen zu anderen Nietzsche-Forschungsgruppen?

Offen und freundschaftlich: Wir stellen ihnen eine kostenlose Infrastruktur für Forschung und Publikation zur Verfügung. Wenn sie diese Struktur nutzen wollen, können sie das ohne Formalitäten tun und bleiben gleichwohl Eigentümer aller Rechte einer weiteren Veröffentlichung ihrer Arbeiten auf Papier oder anderswo im Internet (siehe unten die Beschreibung der rechtlichen Struktur des HyperNietzsche).

Wir laden alle Forschungsgruppen sowie allein arbeitende Forscher – jung oder alt –, die zu Nietzsche in Edition und Interpretation arbeiten, zur gemeinsamen Arbeit ein.

Wir bieten ihnen einen Ort intellektueller Auseinandersetzung, wo Intelligenz und Arbeit mehr zählen sollten als die Verfügbarkeit öffentlicher Gelder für Publikationen oder Kontakte im Verlagsmilieu und in den Kreisen akademischer Macht.



 

 

Durch wen wird das wissenschaftliche Komitee gebildet und wie funktioniert es?

Das wissenschaftliche Komitee besteht gegenwärtig aus zwölf Nietzsche-Spezialisten verschiedener Länder und seinem Präsidenten. In der Satzung der Association HyperNietzsche ist vorgesehen, daß das wissenschaftliche Komitee alle zwei Jahre von allen Mitgliedern der Association neu gewählt wird. Man wird Mitglied der Association HyperNietzsche, indem man mindestens einen Beitrag im HyperNietzsche veröffentlicht und ein Empfehlungsschreiben (oder eine Empfehlungs-Email) eines Mitgliedes der Association vorlegt. Das erste wissenschaftliche Komitee wurde von den Gründungsmitgliedern der Association ernannt.

Das wissenschaftliche Komitee hat die Aufgabe, via Internet die zur Publikation eingereichten Beiträge zu bewerten und über ihre Integration in den Hypertext zu entscheiden.



 

 

Wer sind Sie?

Wir sind eine Forschungsgruppe, bestehend aus Nietzsche-Spezialisten, Textkritikern und Textgenetikern, Informatikern und Juristen, mit Sitz am Institut des Textes et Manuscrits Modernes (CNRS-ENS) in Paris und an der Ludwig-Maximilians-Universität München und assoziierten Mitarbeiter in anderen Ländern. Mehrere Institutionen haben unser Projekt unterstützt oder unterstützen es: der CNRS, das Ministère de la Recherche, der DAAD, die Fondation des Treilles und besonders die Alexander von Humboldt-Stiftung (Sofja-Kovalevskaja-Preis im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung).



 

 

Wo sind Sie?

In Paris und in München. Unsere Adressen:

Projet HyperNietzsche
Institut des Textes et Manuscrits Modernes (ITEM-CNRS)
45, rue d'Ulm – F-75005, Paris
tél. +33, (0)1 44 32 30 70
fax +33, (0)1 44 32 31 77

Projekt HyperNietzsche
Alexander von Humboldt-Stiftung
Ludwig-Maximilians-Universität München
Schellingstr. 9 – D-80799 München
Tel. +49, (0)89 21 80 64 09
fax +49, (0)89 2180 135 40
Email : pres@hypernietzsche.org



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

II. Wie veröffentlicht man einen Beitrag im HyperNietzsche?


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Digitalisiert der HyperNietzsche nur alte Texte? Oder publizieren Sie auch bisher unveröffentlichte Aufsätze?

Der HyperNietzsche ist ein zukunftsorientiertes System. Noch unveröffentlichte wissenschaftliche Beiträge haben daher Priorität. Zugleich aber bieten wir Autoren die Möglichkeit, schon anderswo erschienene Beiträge wieder zu veröffentlichen.



 

Brauche ich die Erlaubnis des Verlags, um einen bereits in einer Zeitschrift erschienenen Aufsatz im HyperNietzsche zu veröffentlichen?

Aus Gründen der Höflichkeit liegt nahe, daß Sie in jedem Fall mit dem Verlag Kontakt aufnehmen. Die Erlaubnis des Verlags ist jedoch nicht nötig, wenn Sie keinen Vertrag unterzeichnet haben. Bei Aufsätzen ist das meistens der Fall.

Wenn Sie einen Vertrag unterschrieben haben, versuchen Sie ihn wieder aufzustöbern und lesen Sie nach, ob Sie dem Verlag das Recht auf die Veröffentlichung im Internet ausdrücklich abgetreten haben. Ist dies der Fall, dann benötigen Sie das Einverständnis des Verlags. Andernfalls steht Ihnen die Publikation im HyperNietzsche frei. In Editionsverträgen behält der Autor alles, worauf er nicht ausdrücklich verzichtet.



 

Und wenn ich einen Aufsatz einsende, der schon in einer Zeitschrift erschienen ist? Wird er unverzüglich ins Netz gestellt?

Nein. Er muß wie jeder andere Aufsatz vom Wissenschaftlichen Komitee evaluiert werden. Der einzige Unterschied: Da Sie als Autor eines schon erschienenen Beitrags bereits bekannt sind, werden Sie Ihren Aufsatz nicht anonym vorlegen, sondern Ihren Namen und die weiteren bibliographischen Angaben mitteilen. Noch unveröffentlichte Aufsätze werden dagegen anonym eingereicht.



 

Wie muß ich konkret verfahren, um dem Wissenschaftlichen Komitee des HyperNietzsche einen Beitrag vorzulegen?

Es reichen 5 Mausklicks, um dem HyperNietzsche einen Aufsatz einzusenden. Zunächst gehen Sie zur Adresse <http://www.hypernietzsche.org/>. Wählen Sie die Sprache, die Sie während der Navigation verwenden möchten (erster Klick).



Dann wählen Sie die Option “Aufsätze” im oberen rechten Rahmen (zweiter Klick).



Sie gelangen so zu der Liste der Aufsätze. Wenn Sie nun auf die Taste “Neuen Aufsatz einsenden” drücken (dritter Klick),



erscheint folgende Bildschirmseite:




Mit Ihrem vierten Klick bestimmen Sie dann, welche Art Aufsatz Sie einreichen möchten.

Es bestehen hier drei Wahlmöglichkeiten. Im ersten Fall legt der Autor einen noch unveröffentlichten Aufsatz zur Erstveröffentlichung vor. Im zweiten reicht er einen Aufsatz ein, der schon anderweitig erschienen ist, sei es auf Papier oder im Internet. Ein schon erschienener Aufsatz kann entweder in unveränderter Form oder in zweiter, durchgesehener Auflage wieder veröffentlicht werden. Im dritten Fall schließlich will der Autor den Nachdruck eines schon in Papierform erschienenen Aufsatzes veröffentlichen. (Letztere Option ist noch nicht verfügbar.)

Noch unveröffentlichte Texte werden anonym eingereicht. Der Autor eines bereits (auf Papier oder im Internet) erschienenen Beitrags gibt dagegen seinen Namen und die bibliographischen Angaben der ersten Ausgabe an.

Wenn Sie einen noch unveröffentlichten Aufsatz publizieren möchten, wählen Sie die entsprechende Option; es erscheint folgendes Formular:


Das Ausfüllen des Formulars ist nicht besonders schwer. (Genauere Anweisungen findet man im Leitfaden für die Autoren unter der Adresse <http://www.hypernietzsche.org/doc/manuals/authors/>). Wir möchten Sie allerdings auf drei wichtige Punkte aufmerksam machen:

> Denken Sie sich ein Paßwort aus, damit das System Sie später wiedererkennt. Da Beiträge anonym eingereicht werden, kennen die evaluierenden Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees die Identität des Autors nicht. Nur durch das Paßwort (das Sie natürlich sorgfältig aufbewahren müssen) können Sie sich dann als Autor Ihres Textes ausweisen und ihn als Ihr Werk anerkennen.

> Speichern Sie Ihren Aufsatz als HTML-Datei. HTML ist das Internet-Standardformat, und es bestehen keinerlei Eigentumsrechte darauf. Inzwischen bieten alle gängigen Textverarbeitungsprogramme die Möglichkeit, eine Datei im HTML-Format zu speichern. Unter Microsoft Word z. B. wähle man das Menü „Datei“ und anschließend die Option „als Webseite speichern“.

> Indem er dem HyperNietzsche seinen Beitrag einreicht, bestätigt der Autor, daß er die Bestimmungen der HyperNietzsche-Lizenz <http://www.hypernietzsche.org/licenses/de/> kennt und akzeptiert. Diese Bestimmungen gelten auch für bereits anderswo (auf Papier oder im Internet) erschienene Aufsätze.

Zuletzt klickt der Autor auf “Weiter” (fünfter Klick). Nun erscheint die Bestätigung, daß er den Aufsatz erfolgreich eingesandt hat.

Dieser ist nun in der Liste der eingegangenen Aufsätze aufgeführt. Die Liste kann man einsehen, indem man im Menü “Status” die Option “eingegangen” wählt und auf die Schaltfläche “Suchen” drückt. Man sieht allerdings nur den Titel und nicht den Inhalt der eingegangenen Aufsätze. Nur die Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees können einen eingegangenen, aber noch nicht angenommenen und veröffentlichten Aufsatz lesen.



 

Wieso wird mein Aufsatz von einem Wissenschaftlichen Komitee evaluiert?

Der HyperNietzsche nimmt ausschließlich Beiträge mit hohem wissenschaftlichen Wert zur Veröffentlichung an. Wir wollen nämlich das negative Bild des Internets korrigieren (als ein Ort, an dem nur Texte publiziert werden, die auf Papier nicht hätten erscheinen können). Das Evaluierungsverfahren gewährleistet also die wissenschaftliche Qualität der Website.



 


Wie evaluiert das Wissenschaftliche Komitee meinen Beitrag?

Ein Beitrag wird nur dann veröffentlicht, wenn das Wissenschaftliche Komitee ihn wenigstens mit einer Zweistimmenmehrheit positiv evaluiert hat. Somit reichen z.B. zwei positive Gutachten für die Publikation aus, wenn keine weiteren (negativen) Stellungnahmen vorliegen.

Um über einen Beitrag abzustimmen, haben die Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees höchstens zwei Monate vom Einsendedatum an Zeit. Zu genaueren Auskünften siehe: HyperNietzsche Peer Review <http://www.hypernietzsche.org/doc/peer_review/de/index.html>)



Wie kann ich die Entscheidung des Wissenschaftlichen Komitees erfahren?

Da der Vorgang anonym ist, kennt das Wissenschaftliche Komitee weder den Namen noch die E-mail-Adresse des Autors. Das Wissenschaftliche Komitee kann dem Einsender also sein Votum nicht mitteilen. Der Autor selbst muß die Initiative ergreifen, wenn er den Ausgang der Evaluierung erfahren will: Er muß prüfen, ob der Titel seines Textes in der Liste der “angenommenen” oder in der der “abgelehnten” Aufsätze angeführt ist. Nach der Einsendung des Beitrags findet sich der Titel zunächst in der Liste der "eingesandten", aber noch nicht endgültig evaluierten Beiträge.

Um nach eingesandten, abgelehnten oder angenommenen Beiträgen zu suchen, muß man die entsprechende Option im Menu "Status” anklicken.



Finden Sie Ihren Aufsatz in der Liste der "angenommenen" Aufsätze, dann müssen Sie ihn als Ihren eigenen anerkennen. Dies geschieht durch das Paßwort, das Sie beim Einsenden gewählt haben.



Wenn Sie schon Beiträge im HyperNietzsche veröffentlicht haben, ist Ihr Name in dieser Liste angeführt, und Ihre persönlichen Daten sind schon gespeichert. Wenn der Aufsatz dagegen Ihre erste Veröffentlichung im HyperNietzsche ist, müssen Sie sich registrieren lassen. Zu diesem Zweck füllen Sie folgendes Formular aus. Vergessen Sie bitte nicht, Ihre E-mail-Adresse anzugeben.

Am Ende dieses Vorgangs erhalten Sie vom HyperNietzsche automatisch eine Bestätigung per E-mail. Sie enthält den Publikationsvertrag. Sie müssen unten Ihren Namen hinzufügen und die E-mail dem System zurückschicken.

Damit ist der Vertrag zwischen Ihnen und dem HyperNietzsche rechtskräftig, und die Veröffentlichung kann erfolgen. Das System ist jedoch nicht imstande, automatisch zu prüfen, ob Sie Ihren Namen unter dem Vertrag korrekt eingetragen haben. Ein Mensch muß also prüfen, ob dies geschehen ist. Diese Aufgabe übernimmt der Vorsitzende. Wenn der Vertrag unterzeichnet wurde, wird der Aufsatz unverzüglich veröffentlicht.



 

Daß die Beiträge anonym eingesandt und evaluiert werden, überzeugt mich nicht. Wir Nietzsche-Forscher kennen uns sowieso alle; jeder wird wohl gleich erkennen, wer der Autor ist.

In einigen oder in vielen Fällen dürften die Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees Vermutungen über die Identität des Autors anstellen. Denkbar wäre auch, daß ein Autor mit Mitgliedern des Wissenschaftlichen Komitees Kontakt aufnimmt, um das Ergebnis zu beeinflussen. – Freilich sind derlei Versuche wohl kaum geeignet, auf den wissenschaftlichen Wert des

Aufsatzes schließen zu lassen und ihn zur Veröffentlichung zu empfehlen.
Trotz alledem ist Anonymität die beste Garantie für die Unvoreingenommenheit der Evaluierung. Sie stellt sicher, daß das Wissenschaftliche Komitee Inhalte statt Namen evaluiert.



Darf ich dem Wissenschaftlichen Komitee denselben Beitrag mehrmals vorlegen?

Nein. Abgelehnte Beiträge dürfen nur nach grundlegender Überarbeitung ein zweites Mal eingereicht werden. Sonst werden Sie zur Evaluierung nicht zugelassen.

Beiträge, die nach Ablauf von zwei Monaten seit dem Einsendedatum noch nicht oder nur von einem einzigen Mitglied des Wissenschaftlichen Komitees gelesen wurden, gelten zwar als abgewiesen, können aber unverändert ein zweites Mal eingereicht werden.



In einem Aufsatz, den ich im HyperNietzsche veröffentlicht habe, entdecke ich einen Fehler. Kann ich ihn verbessern?

Nein. Einen im HyperNietzsche veröffentlichten Text kann man nicht ändern. Man darf jedoch auf den Fehler hinweisen, z.B. indem man einen Kommentar einsendet - etwa mit dem Titel “Errata corrige”.



Darf ich meinen Aufsatz aus dem HyperNietzsche entfernen (lassen)? (Nehmen wir an, ein Verlag möchte ihn in einem Sammelband veröffentlichen, befürchtet aber, daß die freie Verfügbarkeit im Internet den Verkauf beeinträchtigt...)

Man darf einen im HyperNietzsche erschienenen Aufsatz ohne Probleme in einem Sammelband veröffentlichen. Aber der Aufsatz muß mindestens 10 Jahre im HyperNietzsche verfügbar bleiben, wie in der Lizenz HyperNietzsche <http://www.hypernietzsche.org/licenses/de/> ausdrücklich vorgesehen.



Werden Sie meinen Aufsatz in andere Sprachen übersetzen?

Wir nicht. Aber wer daran Interesse hat, darf es tun. Nur muß er der HyperNietzsche-Gesellschaft ein Exemplar der Übersetzung zukommen lassen. Der HyperNietzsche wird diese dem Autor des Aufsatzes zur Verfügung stellen. Die Übersetzung eines im HyperNietzsche vorhandenen Aufsatzes kann ihrerseits im HyperNietzsche veröffentlicht werden, wenn der Übersetzer es wünscht und das Wissenschaftliche Komitee die Übersetzung positiv evaluiert.



Hat die Veröffentlichung im HyperNietzsche denselben Wert wie eine auf Papier?

Rechtlich gesehen haben die Veröffentlichung eines Wissenschaftlichen Beitrags im Internet und auf Papier genau denselben Wert.

Zwar genießen die im Internet publizierten Aufsätze noch nicht das gleiche Ansehen wie diejenigen, die in traditionellen Zeitschriften erscheinen. Für die akademische Laufbahn mag es im Augenblick wohl noch nicht ratsam sein, ausschließlich im Internet zu veröffentlichen. Allerdings sind die meisten angesehenen Philosophen inzwischen im Netz präsent. Vor allem solchen Autoren, die eine lange Liste von Veröffentlichungen auf Papier vorweisen können, bietet das Internet zunehmend interessante Aussichten, die eigenen Beiträge zu verbreiten und dabei auch neue Leserschichten zu erschließen.

Wir erleben eine Übergangsphase: Der Unterschied zwischen den Trägern (Papier oder digital) wird allmählich in den Hintergrund treten, verglichen mit den Kriterien Qualität und Verbreitung. In der traditionellen Verlagswelt bestehen abgrundtiefe Unterschiede zwischen solchen Zeitschriften bzw. Monographienreihen, in denen der "Kern" (core) der Forschung erscheint, und anderen Zeitschriften bzw. Verlagen, die hinsichtlich Qualität und Verbreitung weitaus bescheidener sind. Der Site HyperNietzsche möchte den "Kern" der bisherigen und zukünftigen Nietzsche-Forschung beherbergen.

Die Evaluierung wissenschaftlicher Beiträge vor der eventuellen Veröffentlichung im HyperNietzsche durch ein angesehenes Wissenschaftliches Komitee stellt eine Qualitätsgarantie dar.







Was ist die Publikationsbescheinigung?

Die HyperNietzsche-Gesellschaft erteilt den Autoren eine "Publikationsbescheinigung", in der die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Beitrags in unserer Site attestiert und die Mitglieder des aktuellen Wissenschaftlichen Komitees angeführt werden.

Der Autor kann die "Publikationsbescheinigung" selbst ausdrucken, indem er im Fenster des Browsers die Adresse http://www.hypernietzsche.org/certificate/, gefolgt vom Sigel des Beitrags eingibt. Auf diesem Weg wird auch die erfolgte Veröffentlichung des entsprechenden Aufsatzes verifiziert.







Werde ich Sonderdrucke meines Beitrags erhalten?

Ja. Oder besser: Sie können sie selbst ausdrucken, indem Sie http://www.hypernietzsche.org/print/, gefolgt vom Sigel Ihres Beitrags eingeben. Nehmen wir z.B. den ersten Beitrag, den Ernani Chaves im HyperNietzsche veröffentlicht hat: Die Adresse, von der aus Sonderdrucke hergestellt werden können, ist <http://www.hypernietzsche.org/print/echaves-1>.







Warum haben Sie die HyperNietzsche-Gesellschaft (Association HyperNietzsche) ins Leben gerufen?

Die HyperNietzsche-Gesellschaft bildet den rechtlichen Rahmen, in dem die Evaluierung der wissenschaftlichen Beiträge stattfindet. Das Wissenschaftliche Komitee wird alle zwei Jahre von den Gesellschaftsmitgliedern gewählt. Im Wahlverfahren liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Hypernietzsche und Zeitschriften dar, deren Wissenschaftliches Komitee praktisch auf Lebenszeit von einer privaten Institution (dem Verlag) ernannt wird und nicht von der Forscher-Gemeinde.

Der HyperNietzsche ist eine non-profit-Gesellschaft und enthält keinerlei Werbung.





Welche sind die Organe der HyperNietzsche-Gesellschaft?

Die HyperNietzsche-Gesellschaft besteht aus drei Organen: dem Wissenschaftlichen Komitee, dem Verwaltungsrat und der Vollversammlung.

Das Wissenschaftliche Komitee hat die Aufgabe, die dem HyperNietzsche vorgelegten Beiträge zu evaluieren und die vom Verwaltungsrat beschlossene Wissenschaftspolitik umzusetzen.

Der Verwaltungsrat bestimmt die allgemeine Politik der HyperNietzsche-Gesellschaft und hat in Verwaltungsfragen die Aufgaben eines Aufsichtsrates.

Die Vollversammlung besteht aus sämtlichen Mitgliedern der HyperNietzsche-Gesellschaft. Sie tagt jedes Jahr an einem vom Verwaltungsrat beschlossenem Datum (Debatten und Wahlvorgänge finden per E-mail, Diskussionsliste, Videokonferenz u. ä. statt).

Alle zwei Jahre wählt die Vollversammlung in einem elektronischem Wahlverfahren die Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees und den Vorsitzenden der HyperNietzsche-Gesellschaft.






Wie kann ich der HyperNietzsche-Gesellschaft beitreten?

Um der HyperNietzsche-Gesellschaft beizutreten, muß man:

- mindestens einen Beitrag im HyperNietzsche veröffentlicht haben;
- ein Empfehlungsschreiben von mindestens einem Mitglied der Gesellschaft vorlegen;
- den Jahresbeitrag der Gesellschaft entrichten (15 €; für Studenten 5 €).






Wie kann ich mit der HyperNietzsche-Gesellschaft Kontakt aufnehmen?

Per E-mail:

secr@hypernietzsche.org.

Oder per Post:

Association HyperNietzsche
École normale supérieure
45 Rue d’Ulm
75005 Paris
France.

Zur Zeit können Sie das Projekt HyperNietzsche in Deutschland unter folgender Adresse erreichen:

Ludwig-Maximilians Universität München
Projekt HyperNietzsche
Schellingstr. 9,
80799 München
Tel.: 089 / 21 80 - 64 09
Fax: 089 / 21 80 - 13 540.





















III. Die rechtliche Struktur des HyperNietzsche.



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Muß ich einen Vertrag unterzeichnen, wenn ich einen Artikel im HyperNietzsche veröffentlichen will?

Vertragsabschlüsse sind in Forschung und Lehre selten, und das ist bedauerlich. Von einem rechtlichen Standpunkt aus ist ein Vertrag obligatorisch, sobald ein Autor einen Artikel, einen Aufsatz, eine Doktorarbeit publiziert oder ein mündlicher Beitrag (Vorlesung, Vortrag) verbreitet oder veröffentlicht wird. Dieser Vertrag unterliegt bestimmten Regeln, deren Nichtbeachtung zu seiner Ungültigkeit führt [http://www.hypernietzsche.org/licenses/faq_copyright.html].
HyperNietzsche respektiert die Bestimmungen des Urheberrechts und schlägt aus diesem Grund jedem seiner Autoren einen Vertrag vor: die Lizenz HyperNietzsche.



 

 

Wann und wie wird die Lizenz HyperNietzsche zwischen den Vertragspartnern abgeschlossen?

Die Lizenz HyperNietzsche [http://www.hypernietzsche.org/licenses/hn/] wird zwischen zwei Parteien abgeschlossen, dem Autor, der einen Beitrag anbietet, und der Association HyperNietzsche.

Die Lizenz wird auf elektronischem Weg abgeschlossen. Indem der Autor HyperNietzsche einen Beitrag anbietet, akzeptiert er dessen Veröffentlichung auf dem Website. Er stimmt damit der Lizenz zu.

Die Lizenz enthält eine einschränkende Bedingung. Sie wird erst verbindlich und endgültig abgeschlossen, wenn das wissenschaftliche Komitee am Ende des Evaluierungsprozesses seine Zustimmung zu einer Veröffentlichung des Beitrages gibt.

Es reicht dann, daß der Autor auf die letzte E-mail, die er erhält, antwortet, und der Vertrag zwischen den beiden Parteien wird rechtsgültig. Diese E-mail enthält den folgenden Text: "Mit Beantwortung dieser Nachricht ermächtige ich die Association HyperNietzsche, meinen Beitrag zu veröffentlichen und akzeptiere die Bedingungen der Lizenz HyperNietzsche, welche hiermit zwischen beiden Parteien verbindlich abgeschlossen wird."

Der Autor antwortet auf diese Nachricht, indem er sie mit Namen und Vornamen unterzeichnet. Dieser Vorgang ist wichtig, denn durch ihn bestätigt der Autor seinen Willen, mit der Association HyperNietzsche einen Vertrag definitiv abzuschließen. Sobald die beantwortete Nachricht eingegangen ist, wird der Beitrag auf dem Website veröffentlicht.




 

 

Welche Bestimmungen enthält die Lizenz HyperNietzsche?

Mit der Lizenz HyperNietzsche [http://www.hypernietzsche.org/licenses/hn/] verpflichtet sich der Autor, seinen wissenschaftlichen Beitrag auf dem Website HyperNietzsche für eine (eventuell verlängerbare) Dauer von zehn Jahren zu veröffentlichen.

Gleichzeitig ermächtigt der Autor, indem er die Lizenz HyperNietzsche akzeptiert, die Association HyperNietzsche, seinen Text auf jedem digitalen Datenträger (CD-ROM, DVD-ROM, Internet u.a.) nach dem Modell der Benutzerlizenz "Open Knowledge" [http://www.hypernietzsche.org/licenses/ok/] zu verbreiten. D.h., der Autor akzeptiert, daß die Association HyperNietzsche jedem Internetbenutzer gestattet, seinen Text (durch Ausdruck oder Downloading vom Website des HyperNietzsche) zu vervielfältigen und zum Zwecke der Lehre und Forschung frei zu verwenden. Diese Ermächtigung umfaßt nicht die kommerzielle Nutzung. Wenn ein Verleger unter Verwendung von Texten, die im HyperNietzsche veröffentlicht wurden, finanzielle Gewinne ziehen will, muß er die betreffenden Autoren um ihre Zustimmung bitten. Diese können in diesem Falle unter Umständen eine besondere Vergütung verlangen.

Der Autor überträgt der Association HyperNietzsche keine ausschließlichen Rechte. Es liegt bei ihm, seinen Text anderswo erneut zu veröffentlichen, im Internet oder auf Papier. Achtung: Er darf in diesem Falle natürlich auch niemand anderem die ausschließlichen Rechte an seinem Text zusichern.

Indem er die Lizenz HyperNietzsche akzeptiert, garantiert der Autor, daß es sich bei seinem Werk um ein Original handelt, d.h. daß es nicht durch Nachahmung anderer Werke entstanden ist, sondern vollständiges Eigentum des Autors ist, der es der Bewertung durch das wissenschaftliche Komitee vorlegt.




 

Kann ich HyperNietzsche einen Beitrag vorlegen, der schon auf Papier erschienen ist?

Ja, es sei denn, der Autor hat für den fraglichen Beitrag einen Verlagsvertrag abgeschlossen und dieser Vertrag sieht ausdrücklich vor, daß der Autor auch die Rechte an einer Publikation im Internet abtritt. In allen anderen Fällen verbleiben die Rechte an einer digitalen Veröffentlichung beim Autor. Er hat also immer die Möglichkeit, seinen Beitrag im Internet zu publizieren, auch wenn dieser vorher schon auf Papier veröffentlicht wurde. Er kann das selbst tun oder es einem Dritten (zum Beispiel der Association HyperNietzsche) oder mehreren Dritten gestatten (wenn keinem die ausschließlichen Rechte eingeräumt werden).

Wenn der Autor, wie es häufig vorkommt, anläßlich der Veröffentlichung seines Beitrages keinen Vertrag abgeschlossen hat, liegen alle Rechte an einer digitalen Verbreitung (und im Grunde auch die Rechte an der Verbreitung auf Papier) bei ihm. Er kann in diesem Falle problemlos einem Dritten die Veröffentlichung seines Beitrages im Internet übertragen.



 

Kann ich HyperNietzsche einen Beitrag vorlegen, der schon im Internet erschienen ist?

Wie im vorhergehenden Falle ist zu prüfen, ob der Autor anläßlich der Veröffentlichung seines Beitrages im Internet einen Vertrag abgeschlossen hat, und wenn ja, ob in diesem Vertrag Ausschließlichkeit festgelegt ist. Wenn Ausschließlichkeit festgelegt ist, kann der Beitrag nicht erneut veröffentlicht werden. Wenn hingegen keine Ausschließlichkeit festgelegt ist, kann der Autor im Prinzip einem Dritten die erneute Veröffentlichung seines Beitrages im Internet übertragen.

Wenn der Autor anläßlich der Veröffentlichung seines Beitrages im Internet keinen Vertrag abgeschlossen hat, liegen alle Rechte an einer digitalen Verbreitung bei ihm. Er kann in diesem Falle im Prinzip einem Dritten (zum Beispiel der Association HyperNietzsche) die erneute Veröffentlichung seines Beitrages im Internet gestatten.



 

Kann ein Beitrag, den ich im HyperNietzsche veröffentlicht habe, übersetzt werden?


Ja. Die Lizenz HyperNietzsche sieht vor, daß der Autor der Association die Rechte auf eine Übersetzung seines Beitrages überträgt (auch in diesem Fall ist die Übertragung nichtausschließlich). Wenn der Beitrag übersetzt wird, überträgt die Association HyperNietzsche dem Autor alle Rechte an der Übersetzung, damit dieser ebenfalls aus der Übersetzung Nutzen ziehen kann. Eine Übersetzung ist als solche ein eigenständiges Werk und urheberrechtlich geschützt. Zu ihrer Verwendung bedarf es also der Erlaubnis des Übersetzers.



 

Werden die Artikel, die ich im HyperNietzsche veröffentliche, vergütet?

Nein. Die Lizenz HyperNietzsche sieht keine Honorare vor. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß eine Veröffentlichung auf dem Website des HyperNietzsche keine Vergütung einschließt.

Die Association HyperNietzsche ist keine Verwertungsgesellschaft. Wenn ein Nutzer Texte vom Website des HyperNietzsche kommerziell verbreiten will, muß er sich direkt an die betreffenden Autoren wenden; die Association greift an dieser Stelle nicht ein.



 

 

Ist mein Beitrag bei einer Verbreitung im Internet geschützt?

Ja natürlich. Von einem rechtlichen Standpunkt aus hat eine Veröffentlichung im Internet den gleichen Status wie eine Veröffentlichung auf Papier. Eine Publikation im HyperNietzsche hat den gleichen rechtlichen Stellenwert wie eine Publikation in einer Zeitschrift oder bei einem herkömmlichen Verleger. Daraus ergibt sich, daß das Urheberrecht unverändert Gültigkeit besitzt und die Beiträge genauso geschützt sind wie herkömmliche Veröffentlichungen auf Papier.

Jeder Autor akzeptiert stillschweigend die Verbreitung seines Werkes zum Zwecke der Forschung und der Lehre (unter Beachtung der Urheberpersönlichkeitsrechte). Diese Handhabung – und hier liegt der wesentliche Punkt des Vertragsmodells des HyperNietzsche – wird von uns bewußt und ausdrücklich gesucht. Ohne die Lizenzen wäre jede Nutzung der Beiträge unmöglich, auch die zum Zwecke der Forschung und der Lehre.

Der Autor verzichtet bei dieser Handhabung auf keines seiner Rechte. Namentlich die kommerzielle Nutzung der Texte vom Website des HyperNietzsche ohne vorhergehende Zustimmung des Autors stellt eine Verletzung des Urheberrechts dar. Zu einer kommerziellen Nutzung ist die Zustimmung des Autors in jedem Falle einzuholen, und dieser kann unter Umständen eine besondere Vergütung verlangen. Die Beiträge stehen demnach nicht außerhalb des Urheberrechts, sondern sind vollständig geschützt.



 

 

Welcher rechtlichen Regelung unterliegt mein Beitrag, wenn er auf dem Website des HyperNietzsche veröffentlicht ist?

Die Lizenzen des HyperNietzsche folgen der Logik des Open Source, die von der Association unterstützt wird. Das Prinzip Open Source hat das doppelte Ziel, einerseits Digitalisierung, Verbreitung und Verwendung wissenschaftlicher Arbeiten zum Zwecke der Forschung und der Lehre zu unterstützen und andererseits die Rechte der Autoren zu respektieren, insbesondere, wenn die Arbeiten der Forscher zu kommerziellen Zwecken verwendet werden sollen.

Die Lizenz Open Knowledge [http://www.hypernietzsche.org/licenses/ok/] des HyperNietzsche

1°/ gestattet die Nutzung der Beiträge, die auf dem Website HyperNietzsche veröffentlicht sind, zum Zwecke der Forschung und der Lehre über die Bestimmungen des französischen Urheberrechts (private Kopie, kurze Zitate,…) hinaus. Namentlich die vollständige Vervielfältigung der Texte ist möglich, wenn der Zweck der Verwendung nicht-kommerziell ist. Indem der Autor zum HyperNietzsche beiträgt, akzeptiert er, daß die Association HyperNietzsche mit jedem Nutzer eine Lizenz Open Knowledge abschließt. Diese Lizenz ermächtigt jeden Dritten, Texte vom Website HyperNietzsche herunterzuladen und (ausschließlich) zum Zwecke der Forschung und der Lehre zu nutzen.

2°/ verbietet hingegen jede Verwendung der im HyperNietzsche veröffentlichten Beiträge zu kommerziellen Zwecken.



 

 

Was versteht man unter "zum Zwecke der Forschung und Lehre"?

Die Lizenz HyperNietzsche [http://www.hypernietzsche.org/licenses/hn/] ermächtigt jeden Internetbenutzer, der einen Text vom Website HyperNietzsche (durch Ausdruck oder Downloading) vervielfältigt, diesen zum Zwecke der Lehre und Forschung frei zu verwenden.

Unter "zum Zwecke der Forschung und Lehre" ist jede nichtkommerzielle Aktivität aus diesem Gebiet zu verstehen: auszugsweises Zitieren oder vollständige Vervielfältigung als Illustrationen für einer Vorlesung oder eine Seminar-, Magister-, Doktorarbeit, zur Einfügung in Seminarunterlagen, als Verbreitung auf Websites von Forschungszentren oder privaten (frei zugänglichen) Websites von Lehrenden usw.

Die Angabe der Quelle ist in jedem Falle OBLIGATORISCH. Die Lizenz Open Knowledge legt fest, daß der Benutzer zu einem Werk den Namen des Autors und, wenn möglich, dessen elektronische Adresse angibt sowie die Referenz "© Licence OpenKnowledge, http://www.hypernietzsche.org/licenses/ok/".

Jede kommerzielle Nutzung von Texten des HyperNietzsche ist durch die Lizenz Open Knowledge AUSGESCHLOSSEN. Unter kommerzieller Nutzung ist jede Aktivität zu verstehen, die aus Urheberrechten, Honoraren oder anderen Vergütungen einen finanziellen Gewinn ziehen (oder einen Verlust vermeiden) will. Die Vermarktung eines Lehrbuches (oder schon eines Readers) beispielsweise ist nur gestattet, wenn der Autor der Texte aus dem HyperNietzsche seine Zustimmung gegeben hat.



 

 

Auf welche Weise kann ein Verleger Texte aus dem HyperNietzsche zu kommerziellen Zwecken verwenden?

Um einen Text aus dem HyperNietzsche zu kommerziellen Zwecken zu nutzen, muß der Verleger direkten Kontakt mit dem betreffenden Autor aufnehmen, dessen elektronische Adresse auf dem Website des HyperNietzsche verzeichnet ist.

Die Association HyperNietzsche übernimmt nicht die Rolle eines Vermittlers oder einer Verwertungsgesellschaft. Die HyperNietzsche übertragenen Rechte betreffen nicht den kommerziellen Bereich, und die Association hat demnach auf diesem Gebiet auch keine Befugnisse.



 

 

Warum die Lizenz Open Knowledge abschließen?

Diese Lizenz ist unerläßlich, solange (namentlich in Frankreich) eine Ausnahme zum Urheberrecht zum Zwecke des Forschung und der Lehre nicht offiziell anerkannt ist und nicht für das Internet gilt. Die Lizenz stopft eine rechtliche Lücke, denn die Autoren des HyperNietzsche akzeptieren in der Logik des Open Source, daß ihre Texte umfassend und kostenlos verbreitet werden (beschränkt natürlich auf das Gebiet der Forschung und der Lehre).

Eine solche Handhabung ist im Urheberrecht Frankreichs (und in dem anderer europäischer Staaten) nicht anerkannt. Jede Nutzung eines Werkes fällt unter das Monopol des Autors, dessen Genehmigung außer in Ausnahmefällen (kurzes Zitat, private Kopie) immer eingeholt werden muß. Nur ein Vertrag, wie HyperNietzsche ihn vorschlägt, kann dieses Problem lösen. Aus diesem Grund schlägt unsere Association ein Vertragsmodell vor, das auf zwei Lizenzen basiert: einer zwischen Autor und Association (die Lizenz HyperNietzsche) und einer zwischen Association und Benutzern (die Lizenz Open Knowledge).



 

 

Darf ein im HyperNietzsche publizierter Beitrag für andere Veröffentlichungen verwendet werden?

Ja. Die Association HyperNietzsche verlangt von ihren Autoren keine ausschließlichen Rechte, so daß jeder Text aus dem HyperNietzsche anderswo auf Papier oder im Internet erneut veröffentlicht werden darf.

Doch Achtung: Der betreffende Text darf keinem Verleger ausschließlich überlassen werden, denn er wurde schon (auf dem Website des HyperNietzsche) verbreitet. Hier liegt die einzige Beschränkung, der die Autoren des HyperNietzsche unterliegen: Sie müssen darauf verzichten, ihren Text einem Dritten ausschließlich zu überlassen, weil der Text in diesem Fall blockiert wäre und auf dem Gebiet der Forschung und Lehre nicht verbreitet werden könnte.



 


Um die Association zu kontaktieren oder weitere Fragen vorzuschlagen:
pres@hypernietzsche.org